free web hosting | free website | Business Hosting | Free Website Submission | shopping cart | php hosting
Der Hund




HOME
Der Hund
Die Taube
Der Storch
Holunder
Wacholder
Der Hund



"Dass mir mein Hund das Liebste ist, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde."
(Franz von Assisi)

Von all den Holda zugeordneten Tieren ist der Hund eines der ihr am nächsten (Zumindest nach meinem derzeitigen Verständnis von ihr). In fast jeder Schilderung der Frau Holda und ihres Schaltens und Waltens werden Hunde als ihre geschätzten Begleiter erwähnt: In der Sage über Fru Gode (mit der Holda IMHO identisch ist) belohnt sie den Bauern, der einen ihrer Welpen aufzieht mit Goldreichtum. In einem anderen Text bestraft sie den Mann, der mit der Peitsche nach ihren Hunden schlug durch Fieber und Schmerzen. Besonders auf der wilden Jagd werden Jagdhunde als ihre Begleittiere genannt. Und auch noch Frau Venus ward von vielen Hunden umgeben. Berchtha, Frau Harke und Frigg werden ebenfalls gelegentlich mit Hunden in Verbindung gebracht. Ganz zu schweigen von Hels Hund Garm, laut Edda der Urvater (oder Urmutter?) aller Hunde, bewacht er - gleich dem griechischen Unterweltshund Kerberus - das Totenreich. Die einzige Ausnahme bildet hier Freyja, die bekannterweise Katzen den Vorzug gibt. Erwähnenswert ist hier noch, dass "Hyndla", was "Hündin" bedeutet - eigentlich der Name einer Riesin - von einigen Autoren auch als ein Titel der Freyja angesehen wird.

Knochenfunde von Haushunden im Gebiet zwischen Elbe und Oder belegen, dass die Germanen diese Tiere als Hof-, Hüte-, Kampf- und Jagdhunde einsetzten. Zahlreiche Hundegräber, sowie Hundeskelette an Opferstätten lassen vermuten, dass die Germanen ihre Hunde sehr schätzten und ihnen auch eine spirituelle Rolle inne war.

Wie genau diese Rolle aussah, lässt sich nicht "hund"-ertprozentig ;-) sagen. In anderen Kulturen, wie z.B. bei Kelten und den fernen Ägyptern hatte der Hund wohl die Rolle des "psychopomp", des "Seelenbegleiters". Der Hundeköpfige Anubis ist es, der die Verstorbenen in die ägyptische Unterwelt führt. Bei den Griechen hat die u.a. Totengöttin Hecate drei Köpfe: Schlange, Pferd und Hund. Auch bei den Germanen können wir den spirituellen Hund mit dem Tod und der Anderswelt in Verbindungs bringen. Ist es doch ein Hund (Garm), der die Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und dem Reich der Toten bewacht.


Untrennbar sind die Hunde mit dem wilden Heer oder besser der

wilden Jagd verbunden. Laut Robert Graves wird Odin selbst auf jener wilden Jagd von riesigen schwarzen Hunden mit Augen so groß wie Untertassen begleitet.
Allbekannt und beliebt sind die britischen Mären von den riesigen schwarzen Geisterhunden mit glühend roten Augen.
Im Mittelalter - zur Zeit der Hexenverfolgung - wurden noch oft schwarze Hunde als Reittiere der Hexen, als Besucher des Hexensabbats oder Verkörperung der Dämonen gedacht (In Goethes Faust nimmt der Teufel gelegentlich die Gestalt eines schwarzen Pudels an). Wegen ihrer engen Verbindung zum Übersinnlichen, wurde ihnen auch die Fähigkeit Geister zu sehen und durch lautes Bellen anzukündigen zugeschrieben. Auch sagt das Volkswissen, dass wenn man gleich nach einem Glücks- oder Liebeszauber einen Hund bellen hört, zeigt die Richtung aus der er bellt die Richtung an aus der das Glück/die Liebe kommen wird. Andere Variante: Hat man gerade einen Fluch ausgesprochen oder wurde verflucht, kündigt die Richtung aus der der nächste Hund bellt an, aus welcher Richtung der Fluch kommt.

So lässt sich vielleicht auch im Falle Holdas folgern, dass ihre Hunde zum einen Symbole ihrer dunklen, wilden (animalischen?) Seite sind, zum anderen ein Bindeglied zwischen ihr, bzw. ihrem Reich, und den Menschen darstellen.