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Der Hund
Von
all den Holda zugeordneten Tieren ist der Hund
eines der ihr am nächsten (Zumindest nach meinem
derzeitigen Verständnis von ihr). In fast jeder
Schilderung der Frau Holda und ihres Schaltens
und Waltens werden Hunde als ihre geschätzten
Begleiter erwähnt: In der Sage über Fru Gode
(mit der Holda IMHO identisch ist) belohnt sie
den Bauern, der einen ihrer Welpen aufzieht mit
Goldreichtum. In einem anderen Text bestraft sie
den Mann, der mit der Peitsche nach ihren Hunden
schlug durch Fieber und Schmerzen. Besonders auf
der wilden Jagd werden Jagdhunde als ihre
Begleittiere genannt. Und auch noch Frau Venus
ward von vielen Hunden umgeben. Berchtha, Frau
Harke und Frigg werden ebenfalls gelegentlich mit
Hunden in Verbindung gebracht. Ganz zu schweigen
von Hels Hund Garm, laut Edda der Urvater (oder
Urmutter?) aller Hunde, bewacht er - gleich dem
griechischen Unterweltshund Kerberus - das
Totenreich. Die einzige Ausnahme bildet hier
Freyja, die bekannterweise Katzen den Vorzug
gibt. Erwähnenswert ist hier noch, dass "Hyndla",
was "Hündin" bedeutet - eigentlich der
Name einer Riesin - von einigen Autoren auch als
ein Titel der Freyja angesehen wird. Untrennbar sind die Hunde mit dem wilden Heer oder besser der wilden Jagd
verbunden. Laut Robert Graves wird Odin selbst
auf jener wilden Jagd von riesigen schwarzen
Hunden mit Augen so groß wie Untertassen
begleitet. |