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Namen und ihre Bedeutung

Holda ist unter vielen Namen bekannt. Einige davon sind sich vom Lautwert als auch von ihrer Bedeutung sehr ähnlich, andere von ganz anderem Ursprung. Die folgenden ihrer Namen sind weitgehend gleichbedeutend, sie können immer auch mit dem Titel 'Frau' verbunden sein: Hold, Holda, Hulde, Hulda, Hulla, Holla, Holle, Hel (wobei ich Hel außen vor lassen will, da sich dieser Name auf eine Gottheit skandinavischen/nordgermanischen Ursprungs bezieht, die zwar ähnlich zu, aber nicht identisch mit Holda sein muss).

Der Name (Frau) Holda und Hold leitet sich vom Wort 'hold' ab, was - heute aus der Mode geraten - soviel wie gnädig, gut/gütig, wohl gesonnen/geneigt bedeutet.
In Friedrich Kluges
Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache steht das folgende hierzu:

hold Adj. Mhd. Holt (d), ahd. asächs. afries. ags hold, anord. hollr, got. hulths. Das gemeingerm. Adj. bedeutet im Bezug auf den Lehnsherrn und Gefolgsmanns einerseits "herablassend, gnädig", andererseits "treu, ergeben"; hierzu mhd. Holde (maskulin) "Dienstmann". Vorraus gehen Anwendungen in der Religion, von der sich Reste gehalten haben, wie ahd. holdo für "Geist", mhd. Die guoten holden "Hausgeister", des tievels holde "Höllengeister"; Kobold. Kirchliche Ablehnung des vorchristlichen Worts zeigt Unhold. Man zieht hold zu germ. Wurzel *hal- "sich neigen", wozu ahd. hald "geneigt" und Halde gehören. (/Zitat Ende)

(Frau) Huld, Hulde und Hulda leitet sich ab von die Huld, was beinahe die selbe Bedeutung wie hold hat, wie uns Kluges Etymologisches Wörterbuch zeigt:



Nimmt man die Titel Hulla/Hulle und Holle wird man auf eine andere Bedeutung stoßen. Denn wie Hel bedeuten diese Namen soviel wie "verbergen", "verhüllen", wovon sich auch die Substantive Hülle, Höhle und Hülse ableiten. Auch das Wort Hölle hat laut Kluge die selben Wurzeln, nämlich hylma anord. für "verbergen".

Zusammenfassend kann man also sagen, Frau Holda ist die
wohlwollende, gnädige (auch herbalassende?) Göttin, die im Verborgenen lebt (siehe Seen, Quellen und Berge als Sitz Holdas, sowie ihre verschleierte Erscheinung!), bzw. die verbirgt und verhüllt.

Ein weiterer Titel Holdas ist Frau Venus, was andeutet, dass sie ähnliche Züge wie die römisch-griechische Liebesgöttin
Venus/Aphrodite aufweist. Da diese Bezeichnung aber a) lateinischen Ursprungs ist und b) höchst wahrscheinlich erst im Mittelalter, in längst christlichen Zeiten, aufkam, will ich auf eine tiefere Deutung verzichten.