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Der treue Eckart nach Ludwig Bechstein Durch die Stadt Schwarza zog
einst Frau Holle mit ihrem wütenden Heer. Der
treue Eckart aber ging voran und warnte die
Leute, sie möchten aus dem Wege gehen. Als nun
der Schwarm durch den Ort gebraust war, kamen
zwei Knaben. Sie trugen Krüge voll Bier, das sie
geholt hatten. Der treue Eckart ließ sie an die
Seite treten. Die wilden Holden aber, die Durst
hatten, sahen sie, nahmen ihnen die Krüge fort
und tranken das Bier aus. Die Knaben waren
traurig; denn sie fürchteten daheim Schläge,
wenn sie kein Bier brächten. Doch hatten sie
kein Geld, wieder etwas zu kaufen. Der treue
Eckart aber sagte: "Seid nur getrost, ihr
Jungen! Es war gut, dass ihr das Bier freiwillig
gegeben habt. Geht nur nach Hause mit euren
Krügen. Sagt aber in den nächsten drei Tagen
nichts von dem, was euch heute Abend begegnet
ist!"
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