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fru Gode
nach Adalbert Kuhn und
Wilhelm Schwartz
In den Zwöften zieht Fru
Gode herum, und schon mancher ist ihrda begegnet.
Mal ist auch ein Knecht bei seinen Pferden im
Stall, da kömmt Fru Gode, reicht ihm einen Pfahl
und sagt, an den solle er ihr eine Spitze hauen.
Erst will er zwar nicht, aber als sie ihm guten
Lohn verspricht, tut er's. Als er fertig ist,
sagt sie ihm, er solle sich nur die Spähne,
welche abgefallen seien, auflesen; das tut er, da
sind sie am anderen Morgen eitel Gold. Ehedem
erzählte man auch viel von Fru Gode, wie sie mit
ihren Hunden durch die Luft zöge. So ist sie
auch einmal über einen Bauernhof fortgezogen,
und als der Bauer vor die Tür hinaustritt, liegt
ein kleiner Hund da; den nimmt er mit sich hinein
und zieht ihn mit seiner Frau auf. Andern Jahres
aber, gerade um die selbe Zeit, ist der Hund auf
einmal fort; an seiner Lagerstätte aber liegt
ein großer Klumpen Gold. Das musste dem Bauer
doch wohl so von Fru Gode zugedacht worden sein,
denn er war bisher nur ein armer Mann gewesen und
wurde nun auf einmal sehr reich.

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